Dreidimensionale Projekte der Designerin Martina Büttner: Räume, Formen und Installationen.

Ich arbeite auf vielfältigen Anwendungsgebieten und mit unterschiedlichsten Materialien. Ob es darum geht, das Niemandsland eines Kreisverkehrs mit Riesenmohnblumen aus Spinnaker Schikarex neu zu definieren, mit Kindern ganz zarte und echt wirkende Barockkostüme aus Acrylpapier herzustellen oder einen Erlebnisraum mittels Installation, Projektion und Ton zu gestalten: jedes Projekt basiert auf einer klaren, entschlossenen Idee und einem stringentem Prozess, um zu dem Ziel zu gelangen, den Benutzer mit der Behauptung, der Fiktion, der Vision zu überzeugen.

Spiel mit der Dimension

„Die drei Grazien“, Installation, La-Voulthe-Sur-Rhône, Frankreich, 2011

In der französischen Stadt La-Voulthe-Sur-Rhone wurde ein Kreisverkehr für eine Zeit von 4 Monaten durch eine Installation von überdimensionierten Mohnblumen auf eine ganz neue Art wiederbelebt. Dieses Niemandsland, um welches der Autofahrer im Allgemeinen möglichst schnell herum möchte und welches der Fussgänger immer nur aus Abstand betrachtet, wird plötzlich zu einem Ort, den man wahrnimmt. Und dies schon aus sehr großer Entfernung, wie eine Fata Morgana.

Ergebnis: Dieser Kreisverkehr mit seinem kleinen Stück Natur wird zum Blumenfeld, von dem der eine oder andere auch schon mal eine Blume pflückt… Nach 3 Tagen sind bereits 18 Blumen geerntet worden und nach 4 Monaten noch genau 18 von 55 Blumen vorhanden. Diese wurden im Herbst 2011 zugunsten örtlicher sozialer Einrichtungen für Kinder versteigert.

Spiel mit der Dimension

„Die drei Grazien“, Installation, La-Voulthe-Sur-Rhône, Frankreich, 2011

In der französischen Stadt La-Voulthe-Sur-Rhone wurde ein Kreisverkehr für eine Zeit von 4 Monaten durch eine Installation von überdimensionierten Mohnblumen auf eine ganz neue Art wiederbelebt. Dieses Niemandsland, um welches der Autofahrer im Allgemeinen möglichst schnell herum möchte und welches der Fussgänger immer nur aus Abstand betrachtet, wird plötzlich zu einem Ort, den man wahrnimmt. Und dies schon aus sehr großer Entfernung, wie eine Fata Morgana.

Ergebnis: Dieser Kreisverkehr mit seinem kleinen Stück Natur wird zum Blumenfeld, von dem der eine oder andere auch schon mal eine Blume pflückt… Nach 3 Tagen sind bereits 18 Blumen geerntet worden und nach 4 Monaten noch genau 18 von 55 Blumen vorhanden. Diese wurden im Herbst 2011 zugunsten örtlicher sozialer Einrichtungen für Kinder versteigert.

Vision einer kleinen Weltgeschichte

„Stadt Land Fluss“, Installation, Centre d’Art d’Antony, Frankreich, 2009

Das Buch „Eine kurze Geschichte der Zukunft“ des französischen Autoren Jacques Attali behandelt im ersten Teil die Geschichte von Mensch und Kapitalismus, im Mittelalter startend bis zur Jetztzeit. Attali beschreibt, an welchen Orten das jeweilige Weltzentrum zu welcher Zeit angesiedelt war und welche ökonomischen Ereignisse, Erfindungen und Errungenschaften diese Orte dazu bestimmt haben, die zentralste Rolle zu spielen: wie Venedig mit der Erfindung des mehrmastigen Segelschiffs, Antwerpen durch die Druckkunst, Genua durch das Bankwesen oder Los Angeles aufgrund des Mikrochips.

Das Buch hat mich dazu angeregt, diese Geschichte für das Centre D’Art Contemporain d’Antony mit gebrauchten, z.T. gefundenen Gegenständen und Spielzeugen in Form einer Weltkarte in einem Sandkasten nachzubauen. Menschliches Wirren und Irren, und auch Erfinden, werden auf spielerische Weise in diesem kindlichen Raum angesiedelt und erhalten eine neue Bedeutung.

Illusion der Bewegung

„The birds“, Installation, Au 18, Malakoff, Frankreich, 2010

Ein paar Dutzend Spielzeugflugzeuge, mit Gipsbinden bearbeitet und tiefschwarz eingefärbt, hängen als eine Art Riesen-Mobilee von der Decke eines vollkommen obskuren Raums. Vor einer tiefblau ausgeleuchteten Leinwand hängend, werfen die Objekte ihre Schatten auf diese. Im Halbdunkel ist kaum zu erkennen, wo Objekt aufhört und der Schatten beginnt.

Es entsteht eine eigenartige sinnliche Erfahrung, da das Auge nicht weiß, worauf es scharf stellen soll. So spielt dieser Raum mit dem Blick des Betrachters und lässt in diesem die Illusion von Bewegung entstehen.

Illusion der Bewegung

„The birds“, Installation, Au 18, Malakoff, Frankreich, 2010

Ein paar Dutzend Spielzeugflugzeuge, mit Gipsbinden bearbeitet und tiefschwarz eingefärbt, hängen als eine Art Riesen-Mobilee von der Decke eines vollkommen obskuren Raums. Vor einer tiefblau ausgeleuchteten Leinwand hängend, werfen die Objekte ihre Schatten auf diese. Im Halbdunkel ist kaum zu erkennen, wo Objekt aufhört und der Schatten beginnt.

Es entsteht eine eigenartige sinnliche Erfahrung, da das Auge nicht weiß, worauf es scharf stellen soll. So spielt dieser Raum mit dem Blick des Betrachters und lässt in diesem die Illusion von Bewegung entstehen.

Vertrautes verpackt

„Schwanensee“, Skulptur-Installation, 2010

Auf der Straße verlassene, nicht mehr funktionstüchtige Staubsauger werden mit Gips verbunden und erwachen zu einer neuen Existenz als gestaltetes Objekt neben anderen, in einer Installation. Hinter der weißen Gipsverkleidung verblasst das Objekt / die Funktion des Staubsaugers in der Erinnerung. Dagegen treten die lange, weißen Hälse markant hervor, wie sie so charakteristisch für Schwäne sind und bestimmen nun das sich darbietende Bild. Und fertig ist der Schwanensee, ein anderer Tanz der Objekte in einem neuen Gewand.

Indirekte Objekte

„Objets indirects“, Kooperation mit Jacques Maîtrot, Installation-Performance, Maison des Arts de Malakoff, Frankreich, 2010

Was geschieht, wenn man Alltagsobjekten ihre Funktion nimmt und mit ihnen das macht, was man niemals damit macht? An einem Nachmittag sind, mangels vorhandener Sicherung, einige Dutzend Bügeleisen vor den Augen der Zuschauer durch Überhitzung dahingeschmolzen und parallel dazu wurden Kaffeemaschinen, weitere Bügeleisen und Staubsauger mit Gipsbinden zu Mumien gemacht.

Das Bild, welches am Ende entsteht, ist so etwas wie eine Armee abgekämpfter Veteranengegenstände, die einst Teil unseres Alltags waren und nun, ihrer Funktion beraubt, Bestandteil einer Installation werden, in welcher sie fast wie Stellvertreter unserer Gesellschaft wirken: abgenutzt und ausgebrannt,

Indirekte Objekte

„Objets indirects“, Kooperation mit Jacques Maîtrot, Installation-Performance, Maison des Arts de Malakoff, Frankreich, 2010

Was geschieht, wenn man Alltagsobjekten ihre Funktion nimmt und mit ihnen das macht, was man niemals damit macht? An einem Nachmittag sind, mangels vorhandener Sicherung, einige Dutzend Bügeleisen vor den Augen der Zuschauer durch Überhitzung dahingeschmolzen und parallel dazu wurden Kaffeemaschinen, weitere Bügeleisen und Staubsauger mit Gipsbinden zu Mumien gemacht. Das Bild, welches am Ende entsteht, ist so etwas wie eine Armee abgekämpfter Veteranengegenstände, die einst Teil unseres Alltags waren und nun, ihrer Funktion beraubt, Bestandteil einer Installation werden, in welcher sie fast wie Stellvertreter unserer Gesellschaft wirken: abgenutzt und ausgebrannt,

Barocke Fiktionen

„Ludovise – la duchesse du Maine“, Kostüme für ein Videoprojekt mit Kindern, Musée vert du Château de Sceaux, 2004

Wie fertigt man 120 Kostüme für Kinder von 5 -13 Jahren in 160 Workshopstunden an? Neben einem tollen Team und vielen kleinen Costumiers, braucht es eine solide Planung, präzise Vorbereitung, gute Nerven und allem voran ungewöhnliche Ideen. Das Video „Ludovise – Duchesse du Maine“ entstand 2004 in Zusammenarbeit mit 40 Schulklassen, von der Vorschule bis zur 7. Klasse. Auf der Basis meiner Entwürfe wurden für 300 Schauspieler über 100 Kostüme (manchmal das Gleiche in 4 verschiedenen Größen), Accessoires und Perücken angefertigt. Nach „Lego“-Bausplänen wurde aus handbemaltem Tyvek zugeschnitten und getackert, um ganz echt wirkende barocke Silhouetten entstehen zu lassen. Auf ähnliche ungewöhnliche Weise entstanden Perücken, Kopfschmuck und anderes Zubehör. 300 Schüler aus Pariser Vororten, ebenfalls im Alter von 5 – 13 haben mitgemacht und diese Vision Realität werden lassen.

Utopie und Tragödie

„Oprheus in der Unterwelt“, Szenographie und Kostüme für die Choreographie von Paula Lansley, Stadtheater Hildesheim, 1996

Wie bringt man eine ganze Welt auf die Bühne? Und wenn die Welt doch eine von Wasser umgebene Scheibe ist? Damit begann die Arbeit am Tanzstück „Orpheus in der Unterwelt“. Die Geschichte von einer umfassenden, zeitlosen und tragisch endenden Liebe brauchte Wasser. Wasser als sinnliches Element, Wasser als Begrenzung und Rahmen für dieses Ballett. Und einen Berg, im Hintergrund, aus dem das Wasser quillt und der sich im 2. Akt zur Höhle der Unterwelt wandelt, ausgestattet mit 2 Thrönen auf einem ästhetischen Müllberg. Wenn die Tänzer diese Bühne betreten, dann sind sie auf der Welt und in der Unterwelt, überlagert mit Projektionen. Bretter, die die Welt bedeuten…

Utopie und Tragödie

„Oprheus in der Unterwelt“, Szenographie und Kostüme für die Choreographie von Paula Lansley, Stadtheater Hildesheim, 1996

Wie bringt man eine ganze Welt auf die Bühne? Und wenn die Welt doch eine von Wasser umgebene Scheibe ist? Damit begann die Arbeit am Tanzstück „Orpheus in der Unterwelt“. Die Geschichte von einer umfassenden, zeitlosen und tragisch endenden Liebe brauchte Wasser. Wasser als sinnliches Element, Wasser als Begrenzung und Rahmen für dieses Ballett. Und einen Berg, im Hintergrund, aus dem das Wasser quillt und der sich im 2. Akt zur Höhle der Unterwelt wandelt, ausgestattet mit 2 Thrönen auf einem ästhetischen Müllberg. Wenn die Tänzer diese Bühne betreten, dann sind sie auf der Welt und in der Unterwelt, überlagert mit Projektionen. Bretter, die die Welt bedeuten…

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