Zweidimensionales: Zeichnungen, Illustrationen und Fotos von Martina Büttner.

Gerade im zweidimensionalen Bereich reizt es mich immer wieder, diese Dimension infrage zu stellen, sowohl in die eine wie in die andere Richtung: Lug und Trug oder die „gefühlte Wahrheit“. Schwarz-weiße Illustrationen ohne Licht und Schatten, die nur noch aus Linie bestehen, fordern den Betrachter heraus, diese mit seiner Phantasie zu ergänzen, um ihre Räumlichkeit zu ergründen. Die Frage von Licht und Bildkomposition dagegen dient in meiner Fotografie dazu, das Flache aufzubrechen und den Raum erlebbar zu machen. Und die Malerei, sie wirkt aus großem Abstand wie eine sehr plastische, täuschend realistische Fotografie und gibt erst in der Annäherung ihr Geheimnis vom groben Pinselstrich bis zum durchscheinenden weißen Untergrund preis.

Vision: Mensch.

Serie „People“, Fotografie: Kinderglück in Montenegro, 2018

Menschen fotografieren, heißt manchmal beobachten, oder aber auch einer Intuition folgen und im richtigen Moment auf den Auslöser drücken. Die spannendsten Fotos sind jene, die man erst entdeckt, wenn man sie durchsieht. Die, die ohne Absicht entstanden sind und die ganz unerwartet in etwas vordringen, was mir im Moment der Aufnahme nicht bewusst war.

Es interessieren mich vor allem jene Bilder, die etwas behaupten, nämlich das bildnerische, ohne eine Behauptung moralischer oder historischer Art aufzustellen. Die Bilder, die sich dem Betrachter schlussendlich als eine Projektionsoberfläche anbieten, auf der er seine eigene Geschichte schreibt.

Vision: Mensch.

Serie „People“, Fotografie: Kinderglück in Montenegro, 2018

Menschen fotografieren, heißt manchmal beobachten, oder aber auch einer Intuition folgen und im richtigen Moment auf den Auslöser drücken. Die spannendsten Fotos sind jene, die man erst entdeckt, wenn man sie durchsieht. Die, die ohne Absicht entstanden sind und die ganz unerwartet in etwas vordringen, was mir im Moment der Aufnahme nicht bewusst war.

Es interessieren mich vor allem jene Bilder, die etwas behaupten, nämlich das bildnerische, ohne eine Behauptung moralischer oder historischer Art aufzustellen. Die Bilder, die sich dem Betrachter schlussendlich als eine Projektionsoberfläche anbieten, auf der er seine eigene Geschichte schreibt.

Inspiration: Räume.

Serie „Urban views“, Fotografie: Hafen Kopenhagen, 2017

Weit angelegte Räume, menschenlos oder in denen sich der Mensch verliert und dennoch präsent ist; ob Naturraum oder urbane Landschaften, in beiden Fällen interessiert mich die die An- und Abwesenheit des Menschen, und die Entdeckung multipler Dimensionen.

Bei diesen Fotoaufnahmen finden Begegnungen mit Fülle und Leere, mit Landschaft und Figur, mit Ordnung und Unordnung statt, die einen großen Einfluss auf meine Arbeiten von Bühne und Raum haben.

Impressionen: Perspektive.

Serie „Lost in Paradise“ – Illustrationen, 2010 – 2016

Aus ausufernden, blühenden Landschaften, Menschen, Tieren, Gegenständen und Architektur entstehen kleine Welten multipler Dimensionen und Perspektiven für den einzelnen Betrachter. Die Arbeiten der Serie „Lost in Paradise“ verbinden unterschiedlichste Elemente zu einem Ganzen. Vielleicht ähnlich dem, was passiert, wenn man im Internet surft und einer Flut von Bildern gegenüber steht und diese in unserem Gehirn zu einem Puzzle zusammengesetzt werden.

So sind Mosaiken entstanden, in denen jedes Element Träger von Geschichte ist, unmittelbar aber keine Geschichte erzählt wird. Wären diese Zeichnungen Sätze, welche Elemente könnten Subjekt, Objekt oder Verb sein? Der Betrachter steht vielleicht vor einer quasi grammatikalischen Frage, um den „Sinn“ dieser Geschichte zu entschlüsseln und ihr vor dem Hintergrund seiner eigenen Vergangenheit, seiner Phantasie oder seiner Träume eine persönliche Deutung zu geben.

Impressionen: Perspektive.

Serie „Lost in Paradise“ – Illustrationen, 2010 – 2016

Aus ausufernden, blühenden Landschaften, Menschen, Tieren, Gegenständen und Architektur entstehen kleine Welten multipler Dimensionen und Perspektiven für den einzelnen Betrachter. Die Arbeiten der Serie „Lost in Paradise“ verbinden unterschiedlichste Elemente zu einem Ganzen. Vielleicht ähnlich dem, was passiert, wenn man im Internet surft und einer Flut von Bildern gegenüber steht und diese in unserem Gehirn zu einem Puzzle zusammengesetzt werden.

So sind Mosaiken entstanden, in denen jedes Element Träger von Geschichte ist, unmittelbar aber keine Geschichte erzählt wird. Wären diese Zeichnungen Sätze, welche Elemente könnten Subjekt, Objekt oder Verb sein? Der Betrachter steht vielleicht vor einer quasi grammatikalischen Frage, um den „Sinn“ dieser Geschichte zu entschlüsseln und ihr vor dem Hintergrund seiner eigenen Vergangenheit, seiner Phantasie oder seiner Träume eine persönliche Deutung zu geben.

Obsession: Sprache.

Serie „Tagebücher“ – Illustrationen Öl auf Papier, 2010

In den „Tagebuch“-Arbeiten stehen Puppen als Erzählerinnen im Vordergrund. Sie sind umgeben von Worten, Substantiven, Adjektiven und Verben, sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch. Mehrsprachigkeit konfrontiert damit, dass die einzelne Sprache viel spezifischer Kultur und Geschichte ausdrückt, als man vielleicht vermuten würde. In einer multikulturellen und mehrsprachigen Gesellschaft führt das zwar auch zur Verwirrung, ist aber insgesamt eine Bereicherung, und zwar im Miteinander wie im Selbstverständnis.

Es gibt immer eine Sprache, die besser zu dem passt, was man sagen möchte. In einer Sprache sagt man nichts genauso wie in einer anderen, und auch der Ton der Stimme, die Bewegungen des Mundes und der Zunge passen sich an. Sprache wird zum Ausdruck einer kulturell und geschichtlich geprägten Lebenshaltung, die sich selbst eigen und gar nicht übersetzbar ist. Auf diesen Bildern befindet sich die Gegenüberstellung von Worten in beiden Sprachen; und je nach gewähltem Wort und Sprache, geben sie den dort dargestellten Puppen ihre Geschichte und ihre Situation.

Fiktion: Materialität.

Serie „Jungle Life“ – Ölmalerei, 2007 – 2010

Hier ist natürlich ein Foto zu sehen, welches jedoch eine täuschend realistische Malerei wiedergibt. Dieses Gemälde aus großem Abstand entdeckend, hat der Betrachter das Gefühl, er könne die dort dargestellten Stoffe und Formen quasi sehend ertasten und lässt sich auf das Spiel mit der Fiktion ein. Ein gestochen scharfes, perfekt ausgeleuchtetes Foto vermutend, nähert er sich dem Bild an und entdeckt Schritt für Schritt die groben Pinselspuren und die durchscheinende weiße Leinwandstruktur. So begegnet er dem Bild, welches, indem es vorgibt etwas zu sein, was es nicht ist, (s)einer Wirklichkeit am nächsten kommt.

Fiktion: Materialität.

Serie „Jungle Life“ – Ölmalerei, 2007 – 2010

Hier ist natürlich ein Foto zu sehen, welches jedoch eine täuschend realistische Malerei wiedergibt. Dieses Gemälde aus großem Abstand entdeckend, hat der Betrachter das Gefühl, er könne die dort dargestellten Stoffe und Formen quasi sehend ertasten und lässt sich auf das Spiel mit der Fiktion ein. Ein gestochen scharfes, perfekt ausgeleuchtetes Foto vermutend, nähert er sich dem Bild an und entdeckt Schritt für Schritt die groben Pinselspuren und die durchscheinende weiße Leinwandstruktur. So begegnet er dem Bild, welches, indem es vorgibt etwas zu sein, was es nicht ist, (s)einer Wirklichkeit am nächsten kommt.

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